Samstag, 27. September 2008

Was für ein Abgang!

Ich moechte euch gerne noch einmal unseren letzten Tag in Australien veranchaulichen, weil er nicht nur eine logistische Meisterleistung war, sondern uns auch so um die 10 Jahre unseres Lebens gekostet haben wird.

Fest stand, Flug geht Donnerstag um 13 Uhr, von Melbourne nach Sydney, dann gehts weiter Richtung Deutschland.
Unser Van war noch am Mittwoch in der Werkstatt um ein roadworthy zu bekommen (das ist sowas wie der Tüv).

Mittwoch, 18 Uhr: Anruf Werkstatt. Es gibt einen Zwischenfall. "Der Gasconverter sieht überhaupt nicht mehr gut aus. beim test hat er sich selbst überflutet. fahren kann man damit schon noch, aber sollen wir das riskieren?" Ich denke mir, naja, wir haben ja noch ein wenig Zeit. es reicht wenn wir das Auto Donnerstag bis 9 Uhr morgens bekommen....also rein mit dem neuen Gasconverter! Unser treuer Mechaniker Des Driver (ja so heisst er wirklich) verspricht die Schraubenschlüssel zu schwingen und alles bis spätstens halb zehn fertig zu haben.
Wir müssen das Auto auf jeden Fall zum Flughafen fahren, weil es da in einem Langzeitparkplatz untergestelt wird, wo es die neuen Besitzer am 2. Oktober abholen werden.

Mittwoch, 23 Uhr: Wir haben keinen Plan ob wir Donnerstags interntional oder national einchecken muessen, also rufe ich Qantas an. "Oh, da haben sie aber total falsche Zeiten. Ihre Flüge sind alle zweieinhalb Stunden vorverlegt worden. Hat sie denn niemand beachrichtigt?" Nein, danke hat niemand!
Auf die Frage wie lange wir denn einchecken können, war die ernüchternde Antwort "allerspätestens 10 Uhr" und es gibt keinen anderen Flug nach Sydney.

Darauf folgt die erste grosse Panikattacke, weil wir feststellen, dass das Auto nicht fertig wird. Anruf in der Werkstat, und o wunder, keiner nimmt ab. Komisch, kann ich gar nicht verstehen. Wer arbeitet denn nicht um 11 Uhr nachts. In einem Anfall von purer Verzeiflung, rufe ich alle D. Drivers in der Gegend an, die alle etwas ungehalten reagieren, weil ich sie erstens aus dem Bett geschmissen habe und zweitens denken, ich wäre eine vollkommen Irre, die wissen will ob sie eine Autowerkstatt besitzen.
Vollkommen frustriert und fertig mit der Welt gehen wir also ins Bett.

Donerstag, 25.9.2008, Der Tag des Wahnsinns

6 Uhr morgens:
Wir sind beide wach und stürzen uns sofort auf alles was noch gemacht werden muss. Mehrere Anrufe in der Wekstatt: keine Antwort. Panik ist latent vorhanden, aber noch kontrollierbar.

7 Uhr:
Wir beschliessen mit Davids Auto zur Werkstatt zu fahren, die noch zu ist

7 Uhr 30:
ein mitarbeiter kommt an. Berichtet uns dass Des unterwegs ist um den Gasconverter abzuholen. Anruf bei Des vom Mitarbeiter: Mensch Des, mach bloss schnell. die Deutschen sind hier und wollen ihren Van, der Flug wurde vorverlegt.
Wir beschliessen zurück zu fahren und schon mal unser Gepäck zu holen.

8 Uhr 15:
Wir sind wieder bei der Werkstatt. Des auch. Wie in einem schlechten Film hängt er im Motorraum unseres Autos und die Autoteile fliegen. Um ihn herum legt alles was was eine Automechanikerausrüstung zu bieten hat, und wir können sehen, dass er seinen Schraubenschlüssel wiklich sehr extatisch schwingt. Dazu hat er einen knallroten Kopf und einen ziemlich panischen Gesichtsausdruck.
Wie immer in Auto-emotionalen Momenten meines Lebens gebe ich meine erste bühnenreife Heulattacke zum Besten. Effekt: Die Autoteile fliegen noch schneller!

9 Uhr 10:
Auto ist fertig. Des verkündet dass er jetzt ersmal fünf Kaffe braucht (die kann er sich auch eisten nach der Summe die wir bezahlen müssen).
Wir brausen mit beiden Autos ab zu Buschs, schmeißen Davids Schlüssel in den Briefkasten, preschen mit unserem Vanauf die Autobahn. STAU! Ken flucht wie ein Kesselflicker und erfindet dabei phantasievolle Schimpfnamen für die gesamte Belegschaft der Qantas während ich mich damit begnüge in die zweite Heulrunde zu gehen, auch weil ich wähend der Fahrt feststelle, dass der Langzeitparkplatz nochmal fünf Kilometer vom Flughafen entfernt ist.

9 Uhr 45: Flughafen in Sicht. Rein ins Parkhaus und ein Sprint mit zwei 25 kilo Koffern ins Flughafengebäude, was für mich, die Unsportlichkeit in Person, mit Selbstmord gleichzusetzen ist.

9 Uhr 55: Ankunft am Schalter. Meine Nerven gehen komplett den Bach runter und ich fange vor der Stewardess an, immer noch mit herushängender Zunge vom Rennen, zu heulen und schluchzen was das Zeug hält. Sie ist dadurch so verwirrt, dass sie es sich nicht wagt uns wegen unserer eindeutig zu schwerer Koffer Geld abzuknöpfen. Als wir ihr erzählen, dass wir noch zum Langzeitparklatz müssen ist ihr Gesicht nur noch ein einziger Ausdruck von Mitleid und es sieht nicht so aus, als würde sie uns viele Chancen einräumen pünktlich zum boarden um spätestens 10.50 zurück zu sein.

10 Uhr 05: Check-in beendet. Sprint zurück ins Parkhaus, auf die Autobahn und mit halsbrecherischer Geschwindigkeit Richtung Parkplatz. Die Leute dort wissen schon bescheid dass wir "in Eile" sind, da ich sie schon panisch angerufen habe.

10 Uhr 30: Wir stürzen ins Büro des Parkplatzes. Die Dame sieht aus als würde sie auf das Holzstäbchen beim Staffellauf warten. Ich unterschreibe in Windeseile einfach alles was sie mir vorlegt. Wenn ich jetzt also Besitzerin eines Einfamilienhauses mit Garten und Swimmingpool bin, würde es mich überhaupt nicht wundern.
Als nächstes gehts ab in ein kleinen Bus und unsere Fahrerin drückt ordentlich aufs Gas.

10 Uhr 40: Erneute Ankunft am Flughafen inklusive Sprint durch den Security-Check. Trotz hochrotem Kopfes, glubschigen Äuglein und schweissnassem Gesamtzustandes bringe ich scheinbar doch noch so viel Charme auf, dass der Security-Mann nicht allzu genau schaut und uns schnell weiter ziehen lässt. Endspurt zum Gate, das natürlich genau am anderen Ende des Flughafens ist.

10 Uhr 50: Wir boarden!!!! Als wir auf unseren Plätzen sitzen, dampfen wir wie die Rennpferde und haben 5 graue Haare mehr auf den Köpfen.

Als wir in Sydney ankommen wird uns mitgeteilt, dass unser Flug nach Deutschland 2,5 Stunden Verspätung hat....Wir sind zu erschöpft und fertig um den Qantas-Schalter in Brand zu stecken.

Der Rest des Fluges und des WARTENS verlief dann friedlich. Alles in allem hat uns dieser Wahnsinn den Abschied von Australien aber doch erleichtert, weilman glücklicherweise garkeine Zeit hatte groß darüber nachzudenken.

Jetzt sind wir wieder gut in der Heimat angekommen und leiden schon unter einem echt fiesen Jetlag. Vielleicht ist das der Grund weshalb sich Australien jetzt schon wie ein Traum anfühlt. Die nächste Tage werden wir uns erstmal in aller Ruhe unsere Bilder anschauen und den Blog lesen, um uns wieder an alles zu erinnern, was wir erlebt haben. es war wirklich ein riesen-Abenteur und hat so viel Spaßemacht; wir würden es jederzeit wieder tun!!
Jetzt steht aber erstmal das neue Abentuer an, sich wiedre in Deutschland und der Zivilisation einzuleben, den Jetlag schnellstmöglich loszuwerden und auf der rechten Seite der Straße zu fahren;)

Ich denke ich werde den Blog nicht offiziell schließen. ich hatte so einen Spaß ihn zu schreiben, dass ich bestimmt hin oder wieder zum Wiederholungstäter werde. Mal sehen...

Macht es gut ihr Lieben und danke fürs Mitlesen:)

Dienstag, 16. September 2008

Kotane

So, gestern haben wir uns zum Abschied von Neuseeland mal was gegoennt, 100 dollar pro Nase ausgegeben und einen neuseelaendischen Abend mitgemacht.
Das ganze hat mal wieder in einem Wildlife Sanctaury stattgefunden;)*haendereib*
Zuerst sind wir in diesem eine Runde gelaufen, haben viele lustige Tierchen gesehen und Elviraschreie von uns gelassen (also eher ich...das uebliche halt;)
Danach war der maorische Abend, bei dem wir von einer Gruppe Maoris (die eigentlich fast alle in unsreem Alter waren) in voller Maorimontur durch Kultur, Riten etc gefuehrt wurden. Das war echt spannend!! es war wie ein kleines Theaterstueck und wir sind nochmal durch den halben Tierpark gelaufen. Schliesslich wurden uns Lieder und gesaenge auf maorisch vorgetragen, die sich total toll angehoert haben, ehrlich wir haetten nie gedacht dass maori-Gedudel so interessant und mitreissend sein kann. Wir mussten dann sogar auch noch einen tanz lernen, bei dem wir uns ziemlich bloed angestellt haben. Was bei den darstellern so einfach aussah, war doch gaaanz schoen schwer, wenn man es selbst versucht hat.
Nach dem Rumgehopse gab es dann erstmal lecker Fressjen: ein vornehmes 3 gaenge-menue, mit dem besten Lachs den ich in meinem ganzen leben gegessen hab. Das essen war wirklich 1a und Ken hat sich mal wieder so richtig den Ranzen vollgeschlagen, der arme kerl...;)
Mit auf dem Boden schleifenden Bauchen haben wir dann noch eine Nachtfuehrung im Zoo bekommen, wo wir dann endlich endlich viele Kiwis im extra eingerichteten kiwihaus sehen konnten. Die viecher sind naemlich nachtaktiv und reagieren deshalb auch total allergisch auf Fotoblitze, weshalb wir leider keine guten Fotos machen konnten, ABER: wir haben sie gesehen und sie sehen definitiv total witzig aus.
Waehrend sie durch die Gegend rennen (und sie sind verdammt schnell!), schnuppern sie dabei mit ihrem ewig langen schnabel die ganze Zeit auf dem Boden rum auf der Suche nach Essen (ihr Geruchssinn ist naemlich vorzueglich!) Das hoert sich wiederum exakt so an, wie wenn man mit einem Strohhlam auf dem Boden eines fast leeren Glases rumsaugt:) Echt coole Viecher.
Nach vier Stunden straffesten Programms sind wir dann vollkommen muede in den Van gefallen. Aber es hat echt einen riesen Spass gemacht und war jeden Cent wert!

So, ansonsten haben wir heute unseren lezten tag in Neuseeland und werden ihn wohl mal ganz spiessig mit einem Stadtbummel verbringen (mal keine Abentuer zu bestehen heute...)
Morgen gehts dann wieder zurueck ins Koalaland und ans finale Packen (oh Gott, mir grausts schon sehr davor!)

macht et jut!
isi und ken

...

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Ein kleines Schmankerl von Neuseeland in die Heimat:)
Ein wahnsinns Sonnenuntergang in Akoara und wir haben an den farben nichts rumgepfuscht, das war tatsaechlich so!

Sonntag, 14. September 2008

Die schnellste Zunge neuseelands, oder: Ein Kea im Joghurtrausch

Darf ich vorstellen: ein Kea
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Wir hatten das grosse Vergnuegen dies frechen Biester in Milford Sound kennen zu lernen. Diese Viecher sind sogenannte Bergpapageien und in einem kleinen Neuseelandheftchen wurde schon gewarnt, dass sie sehr boshaft und spitzbuebisch sind und man auf jeden Fall auf seine Schuhe, sein Gepaeck, den Autospiegel und grundsaetzlich auf sein Essen aufpassen (irgendwie eine interessante Kombination, dachten wir uns noch so)
Als wir so auf dem Parkplaz in Milford Sound rumstanden (wohlbemerkt im fiesesten, nebeligsten, regnerischsten wetter, das man sich nur vorstellen kann), hat das Backpackerparchen im Nachbarvan ploetzlich einen Riesenstreit bekommen woraufhin er aus dem Auto struermte, die Tuer zuschlug und dabei irgendwie einen Viererpack Joghurt zerquetscht hat. Somit kam zu dem Streit um was auch immer auch noch ein Streit um den Joghurt hinzu, der ueberall im und um das Auto verteilt war. Waehrend die Fetzerei also weiterging, kam ploetzlich ein Kea auf schnellen Krallen daher (und die sind echt gross, etwa so wie ein Falke und richtig "staemmig", also nicht gerade zierlich;) und hat echt die Turbozunge eingeschaltet und mit einem total irren Ausdruck in den Augen den ganzen Joghurt aufgeschleckt. Als er damit fertig war, konnte man deutlich sehen: das hat nicht gereicht! Total suechtig ist er dann um das auto herumgerannt und siehe da; da lag doch tatsaechlich der muellbeutel des Streitpaerchen und in diesem der ganze kostbare Joghurt. Schwuppdiwupp war die Plastiktuete mit Kea unterm Auto verschwunden, man hoerte nur ein schnelles *ratsch ratsch* und dann ein befriedigtes Schlabbern. Natuerlich lag dann der ganze Muell auf dem Parkplatz rum und wir haben uns ueber die ganze Sache so beoemmelt, allein schon weil das Streit-paerchen von diesem ganzen Drama ueberhaupt nichts mitbekommen hat.
Das war dann auch schon da Highlight von Milford Sound. Es soll zwar absolut atemberaubend schoen sein, nur war an dem Tag echt so eine fiese Suppe, dass wir gerade mal gar nichts gesehen haben. Also sind wir unverrichteter Dinge wieder abgefahren. Auf der langen Strasse zurueck in die Zivilisation hat Ken auf einmal noch einen anderen Kea am Strassenrand gesehen und wollte unbedingt auch von diesem ein Foto machen. Kaum angehalten und Fenster runtergelassen, kam Kea beangstigend schnell angerannt (kennt ihr diese Echsen, die so beinschmeissmaessig auf Wasser rennen koennen? Genauso sieht ein Kea im Sprint aus!) und war mit einem Satz auf unserem Autospiegel. Wir waren beide total erschrocken! Und wir hatten echt Schiss weil das fenster war offen und wir konnten uns beide nur zu gut vorstellen was das Vieh erstmal veranstalten wuerde, wenn es ins Auto reinkommt (die haben echt verdammt scharfe, harte Schnaebel). Und der feine Kea hat auch schon so Bewegungen gemacht, reinzuhuepfen. Dabei hat er mindestens genauso irre und geisteskrank geguckt wie sein Joghurt-Kollege. Ken hat dann nur noch gestammelt: "Mach das Fenster zu, mach das fenster zu!!!" Ich hatte mal wieder die totale Stumm-Panik (nur hektische Bewegungen, aber kein ton zu hoeren), aber trotzdem, wie es sich fuer einen echten Abenteurer-Fotograf gehoert, habe ich im Angesicht des Todes noch schnell ein Foto geschossen, bevor das Fenster endlich nach oben gefahren war (siehe oben). Wir haben dann schnell die Flucht ergriffen, aber Kea konnte das nicht ueber sich ergehen lassen und hat tatsaechlich versucht irgendwie ueber unser Dachfenster reinzukommen. Das war echt wie in einem schlechten Gruselfilm. Also sind wir schnell davon geduest, mit einem surfendem Kea auf dem Dach. Irgendwann muss er dann doch den Schnabel voll gehabt haben und hat die Biege gemacht.
Nur 3 Kilometer weiter, was sehen wir?! Einen Camper auf einem Parkplatz, einen Menschen mit einer Kamera und ein anderer Kea, der gerade versucht ins Auto rein zu kommen;) Wir haetten eigentlich schnell die Fenster runter lassen und schreien muessen: "Lauf, lauf um dein Leben';)
Es war echt so witzig im Endeffekt:)) Wir haben so lachen muessen, nachdem die Gefahr vorueber war;))
Also: echt krasse Voegel! Und wir haben spaeter rausgefunden, dass die total auf jede Art von Gummi stehen und Versicherungen wegen Keas echte Probleme haben. Sie zerhacken naemlich alles, Fahrradsaettel, Gummiteile an Autos und so weiter. Das sind also eindeutig die Geisteskranken unter den Voegeln;)
Und wir haben ihre Taktik rausbekommen: sie stellen sich schoen malerisch und huebsch an den Seitenstreifen, warten auf dumme Touris wie uns, ueberfallen das Auto, pluendern das Essen und machen sich im Autospiegel dann wieder huebsch um die naechsten anzulocken! Schlaue Biester:)

Tja Milford Sound war leider nicht so toll, aber dafuer haben wir jetzt wieder strahlenden Sonnenschein und befinden uns in Richtung Christchurch, weil es geht ja leider schon wieder dem Ende zu. ich hoffe wir bleiben von Vogelangriffen die naechsten tage noch verschont:)

Liebe Gruesse
isi und ken

Samstag, 13. September 2008

On the road

Ach was ist es hier fein! Wir haben zwar echt viel im Auto gesessen und sind durch die Berge gebraust, aber auch vom Auto aus, kann man schon so viele tolle Landschaften sehen, dass es eine wahre Freude ist.
Die letzten zwei tage haben wir uns hauptsaechlich in den Gletschern aufgehalten, dem (jo mei) Franz Josef Glacier und dem Fox Glacier. Leider hatten wir irgendwie verdreangt, dass hohe Berge die Angewohnheit haben viele Wolken um sich zu scharen und so sind wir vollkommen naiv in leichter Kleidung wandern gegangen um natuerlich von einem echt fiesen, eisigen Regenschauer erwischt zu werden. Wir waren wirklich nass bis auf die Haut und unendlich froh, als wir wieder bibbernd im Auto waren. Doch was macht man ohne Wohnung, ohne einen Trockner mit einem Buendel pitschnasser Klamotten? bei Minusgraden draussen wird das ja auch im Auto nicht so einfach trocken. Also haben wir das ganze kalte nasse Zeug in meinen Beifahrerfussraum gelegt, Heizung auf 30 Grad, Fussraumgeblaese auf 10 (sehr zu meinem Wohlbefinden) und ab gings. ich habe dann die Klamotten alle 10 Minuten gewendet - das funktioniert echt besser als jeder oeffentliche Trockner den wir waehrend unseren ganzen trips benutzt haben. Nach ein paar stunden autofahrt war alles wieder total trocken:) Tja als Backpacker wird man erfinderisch!
Ansonsten haben wir viele tolle Seen gesehen und etwa ein paartausend Fotos geschossen. Man kann sich aber auch echt nicht satt sehen an dieser Landschaft
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Leider wird man immer gleich von Sandfliegen angefallen sobald amn an einem See das Auto verlaesst, die hier im gegensatz zu Australien hinterhaeltigerwise aussehen wie normale Stubenfliegen; aber die saugen Blut...ich kann euch sagen! Wir kratzen uns seit zwei Tagen schon wieder wie die Strassenkoeter. Naja, jedes Paradies hat eben seine Schlange...

Ansonsten sind wir auchn noch in den genuss gekommen eine wilde seehund-Kolonie zu sehen (das ist das Bild das ken betitelt hat mit Seht ihr was was ich nicht sehe;). das war echt auchmal ein erlebnis. Bestimmt 50 Seehunde, inklusive Babys (die Elvira in mir war ganz aufgebracht), einfach so auf den Klippen und nicht im Zoo...

Inzwischen sind wir in Queenstown angekommen, dem Ischgl von Neuseeland. Viele ski- und Snowboardfahrer, alles ziemlich teuer, ganz doll doll kalt, aber schoener Sonnenschein. Die letzte nacht haben wir ganz romantisch an einem see uebernachtet (ja Mama, da waren auch noch andere camper;) und wir mussten nicht mal was dafuer bezahlen. Und der grosse Vorteil ist, man muss hier keine Angst vor irgendwelchen Giftigkeiten oder fetten krokis haben, denn: neuseeland hat gar nichts davon! Ich habe meinen ehemaligen Boss Ian bei dan Murphys damals gefragt was das gefaehrlichste Tier in Neuseeland ware (er ist neuseelaender) und er meinte voller Ernst: a hedgehog. Nach einem schnellen Nachschlagen im Dictionnary war mir klar, dass uns hier nichts Schlimmes erwarten wird, es sei denn die Igel sind hier Fleischfresser;) Scheinbar hatte Ian in seiner Kindheit aber mal eine schlechte Erfahrung gemacht;)

Unser naechstes Ziel ist jedenfalls das Fjordland ganz im Sueden der Insel, wo es auch noch ein paar Grad kaelter sein soll (Hilfe!). Aber dann haben wir auch schon alles gesehen, was auf unserer "UNBEDINGT SEHEN"-Liste stand. Wir muessen dann aber noch irgendwo einen Zoo abchecken um uns einen Kiwi anzuschauen, das muss auch noch sein. Vielleicht finden wir ja auch noch einen Hobbit oder sowas...Ach herrje soviel zu sehen und so wenig Zeit!

Deshalb machen wir uns jetzt gleich mal wieder auf die Socken!!
Bis bald und frierige Gruesse in die Heimat
isi und ken

Ps. Wir kommen uebrigens am Freitag den 26. September um 6 uhr morgens wieder am Frankfurter Flughafen an...nur falls ihr Lieben zu dieser Tageszeit nichts anderes zu tun habt...;)

Dienstag, 9. September 2008

We can see a new land...

Its New Zealand:)
Seit zwei Tagen sind wir jetzt hier und finden es absolut phantastisch.
Schon die ersten Minuten in Neuseeland waren irgendwie irre, als wir im Bus sassen und vom Flughafen in die City von Christchurch gefahren sind. Irgendwie kam mir mein Gegenueber bekannt vor und ploetzlich erkannte ich ihn: Reinhard und ich haben vor acht jahren zusammen Abi auf der Kreuzburg gemacht und wir waren beide erstmal total geplaettet wie klein doch die Welt ist. ich kann es irgendwie immer noch nicht richtig fassen, da sitze ich im Bus in Neuseeland und treffe nach acht Jahren jemanden aus meinem Jahrgang!! naja, das war jedenfalls schon mal ein interessanter Auftakt.
In Christchurch angekommen haben wir uns dann erstmal einsperren lassen. Unser Hostel war frueher naemlcih das Gefaegnis von Christchurch und hat alles an riesigen Panzertueren, kleinen Zellen und Stockbetten (die aber designt wurden) beibehalten. Erstaunlicherweise war es aber richtig gemuetlich und huebsch eingerichtet. Und wir koennen jetzt sagen: wir waren in Neuseeland im Knast;)

Gestern morgen sind wir dann schliesslich losgezogen um unseren Wicked Camper abzuholen, mit dem wir dann schon einmal ein paar Kilometer losgeduest sind. Allerdings mussten wir jetzt schon festtsellen: Wir haben viel zu wenig Zeit mitgebracht! Zwar ist neuseeland nur ein kleiner Mueckenschiss gegen Australien, aber die Strassen verlaufen eigentlich nur in schlangenlinien, sodass man nicht mal die Hoechstgeschwindigkeit von 100 kmh ausnutzen kann und deshalb nur total schleichend voran kommt.
Aber das macht eigentlich nichts, weil wir sowieso, voellig begeistert von dieser Landschaft, automatisch langsam rumgurken, wohlbemerkt mit offenem Mund. Es ist wirklich traumhaft schoen hier.
Berge, Felsen, schneebedeckte Gipfel, ewig weite gruene Felder mit Abermillionen von ausserst fettgefressenen Schafen, ein hellblaues Meer in dem hin und wieder ien paar noch fettgefressenere Robben rumhaengen.
Wir koennen es kaum erwarten noch weiter zu kommen und in die Gletscher zu fahren, die sollen absolut "mind-blowing" sein.

das einzige was nicht so dolle ist, ist das Ken etwas zu gross geraten ist fuer den kleinen Wicked Camper und in einer total irren zusammengezwirbelten Position schlafen muss, aber hey, wer will sich beschweren, wenn er morgens aus dem Auto kriecht und an einem echten Traumstrand steht;)
Das Wetter ist leider auch nicht so dolle... es regnet und es ist echt richtig bitterkalt; zum Glueck haben wir alles Winterlich-Wollige mitgenommen, was unsere ohenhin schon magere Reiseaustattung zu bieten hatte. Zum Glueck schneit es wenigstens nicht mehr (was wohl vor ein paar Tagen noch so war).
Nunja, es ist vor allem so interessant hier zu sein, weil es so ein extremer Kontrast zu Australien ist. Die Entscheidung auch nur dieses land zu erkunden, war auf jeden fall richtig!

So jetzt muessen wir auch schon weiter. Wir betreiben echt eher das was man eiliges backpacken nennt. ich glaube wir muessen unsere Route kuerzen, sonst haben wir am ende zwar Viel, aber nichts so richtig gesehen.
Nun gut, bilder kann ich hie r in diesem doofen Internetcafe leider keine hochladen...Aber beim naechsten mal!!

Viele Gruesse
is und ken

Montag, 1. September 2008

Wo es begonnen hat...

...soll es auch enden.
Seit zwei Tagen ist unsere Australienrundreise offiziell beendet und wir sind wieder in Avoca eingekehrt. Die Tage davor haben wir nicht mehr viel Spannendes erlebt. Wir sind nur von der Kueste weg auf die Inlandautobahn und haben Gummi gegeben, weil auf einmal ging die Zeit doch recht schnell um und wir muessen ja noch einiges autotechnisch erledigen bevor wir ab dem 8.September auch noch Neuseeland unsicher machen.
Es war die letzten Naechte jedenfalls phantastisch in einem Bett zu schlafen nd wir haben hier sogar tolle heitzdecken unter den matratzen, sodass man die Schlafstaette wunderbar vorheizen kann. Hier in Victoria ist es immer nur ganz schoen frisch, aber der Fruehling macht sich langsam breit und alle Baume haben schoene Blueten. Das wird echt ein doppelter Kulturschock wenn wir nach Deutschland zuruck kommen, vom Fruehling zum Spaetherbst in nur 24 Stunden!;)
Nun, im Moment lasen wir einfach den Urlaub ein wenig ausklingen und bemuehen uns darum wieder einen einigermassen geregelten Tagesablauf hinzubekommen, was zum Beispiel beinhaltet nicht um halb sechs abends ins Bett zu gehen. Ja ist schon komisch was man sich in der Wildnis da draussen so alles angewoehnt hat;)
Mitte der Woche marschieren wir dann wieder in melbourne ein und bereiten uns seelisch moralisch auf Neuseeland vor, w wir dann ja uch wieder mit einem gemieteten Camper unterwegs sein werden.
Ja das war jetzt auch schon das Update. In Melbourne lade ich dann noch ein paar huebsche Fruehlingsimpressionen hoch.
Bis dann

Dienstag, 26. August 2008

SYDNEY

Wir haben es geschafft, wir sind in Sydney!
Kurzzeitig hatten wir wirklich Zweifel daran, denn als wir vor ein paar Tagen in diese Richtung aufgebrochen sind, haben wir uns zum ersten Mal seit Beginn unserer Tour echt so richtig verfranst. Bei Dunkelheit, Regen und Kaelte sah alles gleich aus, wir waren schon wieder einige Stunden unterwegs, Ken hat schon wieder mehr wie ein Fragezeichen gesessen vom vielen Fahren und mein Hirn war vom Kartenlesen matschig.
Naja wir sind dann ewig im Nirgendwo rumgegurkt, bis wir ein kleines Pupskaff gefunden haben, dass tatsaechlich einen caravanpark besass.
Zwar mussten wir die arme Besitzerin mehr oder weniger aus dem Bett klingeln (hey, auf dem Klingelschild stand "ring in emergency, und das waren wir definitiv;) und sie hat nach einem kurzen Blick in mein gestresstes und erfrorenes Gesicht sofort einen Stellplatz fuer uns gehabt und den auch nur fuer 10 Dollar (wir muessen wirklich extrem armselig ausgesehen haben)
Nach einer entspannenden Nacht wurden wir dann von einem Schwarm Rainbow Lorikeets auf Trapp gehalten, die hier rumkrakeelen wie deutsche Spatzen und mindestens genauso frech sind. Dieser Schwarm war naemlich auf der Suche nach Fruehstueck und einige haben sich einfach selbst bedient, indem sie auf mir gelandet sind und herzhaft in mein Broetchen gebissen haben. Ich bin bei dieser Attacke natuerlich erstmal zu Tode erschrocken und als ich schon so langsam den ganzen Arm voller Vogelgetier hatte, hab ich auch ein bischen Panik bekommen - Hitchcock laesst gruessen!
Aber das sind wirklich prachtvolle Burschen und wir haben so viele tolle Fotos mit ihnen gemacht, die leider alle weg sind. Mein Fotochip spinnt im Moment ziemlich rum und hat ein paar fein ausgewaehlte Sachen einfach geloescht. Aber uns ist ein schoenes Video mit den Lorikeets erhalten geblieben (man beachte auch bitte den Statisten im Hintergrund;)



Nunja, dann sind wir jedenfalls nach zwei Stunden Fahrt endlich erfolgreich in Sydney einmarschiert und was soll ich sagen: eine tolle Stadt. Besonders die Oper hat es uns angetan und es ist wie beim Uluru; man hoert und sieht so viel, aber es ist ein wahnsinns Gefuehl wenn man wirklich selbst davor steht. Wr haben sie wirklich von allen seiten und aus allen Winkeln fotografiert (es haette nur noch von oben und unten gefehlt): Sie ist einfach phantastisch!
Auf jeden Fall sind wir in den letzten 3 tagen gefuehlte 80 Kilometer gelaufen, weil wir natuerlich so viel wie moeglich sehen wollten und auch erstmal zwei Tage gebraucht haben um die oeffentlichen Verkehrsmittel zu durchschauen.
Fuer die Naechte haben wir uns mal was gegoennt und haben uns (unwissenderweise) im Naherholungsgebiet von Sydney mit Namen Manly in ein Hostel eingebucht. Aus diesem Grund musste Ken allerdings chamaeleonmaessig zwei mal am Tag seine Gesichtsfarbe in gruen aendern, weil wir naemlich eine 30-minuetige Faehrenfahrt auf uns nehmen mussten um direkt nach Sydney zu kommen. Aber er hat immer die Contenance bewahrt und es gibt keine peinlichen Berichte zu verzeichnen;)
Manly ist auf jeden Fall ein wirklich schoener Ort fuer einen Erholungsuerlaub und wir haben heute einige Stunden am Strand gesessen und den Surfern zugeschaut, die sich mit den ziemlich fiesen Wellen rumgeschlagen haben. (Der diensthabende Lifeguard hat deswegen sogar alle Schwimmer as dem wasser gerufen...die Surfer sind dann natuerlich erst recht reingerannt;) Das war echt besser wie Fernsehen (was sich die restlichen paarhundert anderen Menschen wohl auch gedacht haben, die an der Promenade sassen) Anderen beim Sport zuschauen ist doch was Schoenes! Mal ganz davon abgesehen ist das Wasser hier auch noch ziemlich kalt, wie gesagt es ist ja Winter, bzw. jetzt beginnt so langsam der Fruehling und die Baeume fangen an zu knospen. Deshalb haben wir in Sydney auch einen grossen Spaziergang im Botanischen Garten unternommen und dort sogar eine kostenlose Fuehrung bekommen. Jaaaa, Sydney kuemmert sich um seine Touristen:)
Wo uns unser Weg auch immer wieder hingefuehrt hat, war Chinatown. Die haben einfach so wunderbar kitschige Laeden und Ken ist glueckselig von einem Asiasupermarkt in den andern gestolpert. Und weil er so langsam auch aussah wie Raueber Hotzenplotz und darauf bestanden hat nur einen asiatischen Friseur an sein kostbares Haar zu lassen, hatte ich die hochehrenvolle Aufgabe einen solchen aus den hunderten auszussuchen. Natuerlich hat der den Zuschlag bekommen, dessen Salon pink gekachelt war. Und Ken ist hochzufrieden mit seiner neuen Frisur, puh Glueck gehabt!

All das stundenlange Rumgelatsche und -gestehe hat aber doch noch seinen Tribut gefordert, denn als ich heute morgen aufstehen wollte, ging es einfach nicht. Meine linke Schulter war ein einziger Schmerz und ich habe 5 Minuten gebraucht um ueberhaupt in die Sitzposition zu gelangen (was auch nicht gerade eine tolle Idee war). Ich habe dann schnell selbst einen Hexenschuss diagnostiziert und musste teilweise sogar von Ken angezogen werden. Durchs Zahneputzen hat sich aber irgendwas gelockert (fragt mich nicht, scheinbar war diese Ruettelbewegung irgendwie hilfreich) und ich konnte mich wieder etwas besser bewegen. Scheinbar doch kein Hexenschuss, sondern nur ein "Spastischer Schiefhals". So heisst das, das ist der wunderbare Fachausdruck dafuer (ich bin etwas anfaellig dafuer und mein Arzt hat mir diesen Ausdruck schon oft um die Ohren geschlagen:)))
Auf jeden Fall bewege ich mich jetzt sehr koeniglich und winke hin auch wieder majestaetisch.

Ihr seht es wird Zeit zuruck zu kommen, das Zigeunerleben tut dem Koerper nicht gut;)
So wir stuerzen uns jetzt noch ein wenig ins abendliche Sydney, ist unser letzter Abend hier.
Bis bald
isi und ken

Donnerstag, 21. August 2008

Ich hab mein Herz in Byron Bay verloren...

...mal wieder;) Ach es war so schoen. Sein Name ist Manuelle und er ist so niedlich. Das ist unser gemeinsames Foto:

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Jaaa, er ist ein schoenes strammes Alpaca von gerade mal acht Monaten.
Frank hatte uns auch schon einmal von der Vorliebe der Australier erzaehlt, Alpacas zu zuechten, denn die haben hier eine ganz besondere Aufgabe. Wenn sie schon ein bischen aelter sind, werden sie einfach zu einer Schafherde dazu gesteckt. Die Schafe denken sich dabei nicht viel, ausser wahrscheinlich "Auch lockig, auch grosse Nase, muss Schaf sein!" und adoptieren das Alpaca. Dieses ist dann sozusagen der Schafherdes Bodyguard, denn weil es so gross und dick ist, traut sich dann kein Fuchs oder Dingo mehr so richtig ran, weil ihm das nicht so ganz geheuer ist und dieses "grosse Schaf' ihn total verschreckt. Es soll wohl auch so ganz mutige Alpacas geben, die beissen und kicken und die Feinde so in die Flucht schlagen, aber so ist Manuelle nicht. Der hat sich lieber kuscheln und schmusen lassen...und sein Fell war so dick und weich, ich haette mich am liebsten drauf gelegt.
Also zu meiner Packliste ist neben Koala, Kaenguruhbaby und Kookaburra jetzt auch noch ein Alpaca dazu gekommen. Eltern, ihr muesst zuhause schon mal Platz schaffen:)
Ansonsten war Byron Bay in jeder Hinsicht ein wuenderschoenes Staedtchen, was vielleicht aber auch daran lag, dass ich dort meinen Manuelle getrofen habe;)
Aber es heisst, dass in Byron Bay irgendwelche Energiewellchen zusammenlaufen und sich deshalb eine grosse Hippiegemiende dort versammelt hat und allen moeglichen Klimbim verkauft. In der Tat hatte auch ich nach ein paar Stunden das Beduerfnis ein Batikkleid zu tragen und dabei ein Tambourin zu schlagen, aber Ken konnte mich gerade noch so aufhalten.
Auf unserem Caravanpark haben wir dann auch noch ein anderes wildes Tier kennen lernen duerfen...eine wunderbare Eule, die sich gerne bei Menschen aufhaelt, gestreichelt werden moechte, aber eigentlich niemandem gehoert.
Eine Alt-Hippie-Frau, die auch auf dem Caravanpark war, hat uns gleich mitgeteilt, wie gluecklich wir uns schaetzen duerften, diese Eule zu sehen, weil sie ja fuer so viel Weisheit und spirituelles was-weiss-ich was-steht...Also wir fanden sie einfach nur huebsch..die Eule natuerlich;)
Doch nicht nur dieses fliegende Objekt hat uns mit seiner Anwesenheit beehrt, auch meine heissgeliebeten "Leder-Flatterer" sind wieder rumgeduest wie die Geisteskranken. Als ich nachts von der Toilette zum Van zurueck stiefelte, ist so ein Vieh ungelogen ca. 7 Zentimeter ueber meinen Kopf hinweggebraust, und ich schwoere, die hat sich fuer mindestens eine Millisekunde ueberlegt, ob sie nicht vielleicht doch schnell zum Fleischfresser umschwenken soll. Die letzten Meter bin ich gerannt!:)
Als wir am naechsten Tag am Leuchtturm von Byron Bay waren, haben wir dann einen alten Backpackerfreund, Lars, wieder getroffen, den wir vor etwa einem Monat und 1800km entfernt, kennen gelernt hatten. Ganz ohne Verabredung oder Absprache haben wir auf einmal alle am Leuchtturm nebeneinander gestanden und erstmal ganz schoen erstaunt geguckt. Echt witzig, wie das manchmal so passiert.

Leider haben wir ein paar Tage zuvor auch mal eine negative Staedteerfahrung machen mussen. Voller Vorfreude sind wir in Surfers Paradise eingefahren, was, wie der Name schon sagt, ein Mekka fuer alle Surfer ist, und haben nur einen totalen Touriort vorgefunden, der eigentlich nichts hatte, ausser tausende von riesigen, haesslichen Hotels und Diskos. Nichts fuer uns; wir haben nach einer Stunde gleich wieder die Flucht ergriffen.

Dafuer waren wir auch noch zwei Tage in Brisbane, das uns auch sehr gefallen hat. Die Einkaufstrasse hat auf jeden Fall heimatliche Gefuehle aufkommen lassen, weil es fast eine Kopie der Zeil war;) Trotzdem war es fuer uns unheimlich schwer mit dem Stress und der Schnellebiglkeit einer Grosstadt zurecht zu kommen und wir haben uns so ein bischen wie die letzten Waldschrate gefuehlt, die nach 20 Jahren Einsiedlerdaseins mal in die grosse weite Welt kommen. Na das wird ein Spass wenn wir wieder in Deutschland sind!

Ansonsten gondlen wir jetzt die Ostkueste runter, geniessen unsere letzten Tage und bekommen so langsam auch ein bischen den Blues. Ist schwer sich vorzustellen, dass es bald vorbei ist. Aber es ist ja auch genauso schoen, wieder nach Hause zu kommen und euch alle wieder zu sehen:) Man kann halt nicht alles gleichzeitig haben...

So wir muessen mal weiter ziehen, es liegen noch ein paarhundert Kilometer und viiiele schoener Straende vor uns, die alle noch gesehen werden wollen!

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