Freitag, 28. März 2008

Australian Wildlife

So, mit ein wenig Verspaetung kommen nun auch unsere australischen Ostererlebnisse in den Blog!
Ueber die Ostertage waren wir mit Brigitte (Franks Schwester), ihrer Familie und anderen befreundeten Familien in den Grampians campen. Das ist ein Nationalpark mitten im Nirgendwo mit einem riesigen Campingareal. Man befindet sich inmitten von Natur, gewaltigen Bergen und einer ganzen Menge Tiere. Aber dazu spaeter mehr.
Nachdem wir festgestellt haben, dass Kens Fuesse aus Franks stylomatischen 70 er Jahre Zelt rausgucken, haben wir gluecklicherweise ein anderes Zelt von Brigitte bekommen, was immerhin aus den 80ern war;) Und weil ich mich ganz besonders angestellt habe, hat David freundlicherweise einen "magischen" Knochen gefunden und ihm zum Schutz gegen Dingos, Schlangen und Spinnen an unserer Zeltspitze festgeklebt hat.
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In der Tat ist uns keines dieser unliebsamen Viecher begegnet, aber dafuer wurden wir am naechsten Morgen um halb sechs erst einmal von einem etwa 200-Vogel-starkem Schwarm weiss-gelber Kakadus geweckt, die kreischend und plaerrend erst ueber den ganzen Platz geflogen sind um sich dann lautstark in einem baum niederzulassen und zu "quatschen". Ich sass senkrecht im Schlafsack und viel Schlaf war nicht mehr zu bekommen.
Aber das ist beim Zelten ja immer so eine Sache. man folgt irgendwie anderen Gesetzen und findet es auf einmal auch gar nicht mehr so abartig um sieben aus dem Zelt zu kriechen, ewig zur Toilette zu laufen, dort mit 10 anderen Zaehne zu putzen , um sich dann ans Feuer plumsen zu lassen, um erst einmal richtig wach zu werden.
Der naechste interessante (und vor allem schoen fette) Vogel war dann der Kookabarra, der auesserst seltsame Toene von sich gibt. Es hoert sich so an als wuerde er total hysterisch und durchgeknallt lachen . Wenn er das dann noch mit ein paar Artgenossen tut, muss man frueher oder spaeter unweigerlich mitlachen, weil es sich einfach zu krank anhoert!!
Wir sind dann in die Berge gefahren und haben die Mac Kenzie (Katja;)!!!)- Wasserfaelle besucht, die sehr schoen waren.
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Der Abstieg zum Wasserfall war sehr entspannend, als es wieder zurueck ging, musste ich fast mit Herzversagen auf der Strecke zurueckbleiben ;) Sehr peinlich! Seitdem denke ich wieder mehr ueber meine sportliche Verfassung nach!

In der naechsten Nacht, so gegen 5 Uhr, habe ich dann mal wieder merkwuerdige Gerausche gehoert, die eigentlich nur drei Moeglichkeiten offen liessen: 1. Jemand macht vor unserem Zelt Sackhuepfen in Wanderstiefeln, 2. ich sollte doch schnell wieder anfangen an den Osterhasen zu glauben (und offensichtlich auch einen sehr massigen...) ooooder 3. Ja! das war es: Kaenguruhs, die, da die nervigen Menschen nun endlich schlafen gegangen waren, sich ihren Platz zurueck eroberten und lustig auf dem Campingplatz umher sprangen. Dieses eine war direkt vor unserem Zelt vorbei gehuept. Auch ich war mit einem Satz am Zelteingang und habe vorsichtig rausgelunst. In der Tat hatte sich vor unserem Zelt, 2 Meter entfernt, eine ganze Kaenguruh Familie versammelt, die mich angeguckt hat, als waere ich nicht mehr ganz dicht. Bis ich die kamera rausgefummelt hatte, waren sie natuerlich weg. Das war wirklich beeindruckend und wenn man so ein Kaenguruh tatsaechlich zum ersten mal live, in Farbe und supernah vorbei hoppeln sieht, kann man es ersteinmal gar nicht richtig glauben.
Wir haben noch einige Kaenguruhs gesehen und auch einige freilebende Emus, die nicht weniger interessant anzusehen sind.
Auf jeden Fall hatte man in diesem Park ganz schnell das Gefuehl, dass die Tiere uns beobachteten als waere es ein Menschenzoo...
Leider hat uns dann am naechsten Tag ein fieses Unwetter heim gesucht, mit tonnenweise Regen und Sturm. waehrend viele andere Zelte weggeflogen sind, hat unserers aber tapfer durchgehalten und es war auch noch alles trocken.

Der Easter-Bunny kam dann aber trotzdem auch noch (oder war es das Kaenguruh...?!) und ueberall auf dem Platz haben die Kinder ihre Ostereier gesucht. Auch vor unserem Zelt lagen, o Wunder, ein paar Schokoeier. Also so viel anders als bei uns ist Ostern hier nicht ;)

Die drei tage in der Wildnis haben uns aber jedenfalls schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das gegeben, was uns ab Juni erwartet. Wird sicher manchmal nicht einfach werden aber das ist es auf jeden Fall wert!!

So ein paar Bilder vom Zelten gibts bei flickr.

Bis denne
isi

P.S. Ach so: und weil wir so liebe Kinder waren, haben Ken und ich uns zu Ostern selbst beschenkt, mit 10 Tagen Neuseeland im September :)
mackitty - 24. Apr, 10:46

Mac Kenzie...

Wasserfaelle! Habt ihr da auch zufaellig einen Schotten gesehen? In Kilt? Mit Pferd und Schwert? :)
Der komische Vogel hoert sich an wie ein Computerspiel aus den 90ern...

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