Was für ein Abgang!
Ich moechte euch gerne noch einmal unseren letzten Tag in Australien veranchaulichen, weil er nicht nur eine logistische Meisterleistung war, sondern uns auch so um die 10 Jahre unseres Lebens gekostet haben wird.
Fest stand, Flug geht Donnerstag um 13 Uhr, von Melbourne nach Sydney, dann gehts weiter Richtung Deutschland.
Unser Van war noch am Mittwoch in der Werkstatt um ein roadworthy zu bekommen (das ist sowas wie der Tüv).
Mittwoch, 18 Uhr: Anruf Werkstatt. Es gibt einen Zwischenfall. "Der Gasconverter sieht überhaupt nicht mehr gut aus. beim test hat er sich selbst überflutet. fahren kann man damit schon noch, aber sollen wir das riskieren?" Ich denke mir, naja, wir haben ja noch ein wenig Zeit. es reicht wenn wir das Auto Donnerstag bis 9 Uhr morgens bekommen....also rein mit dem neuen Gasconverter! Unser treuer Mechaniker Des Driver (ja so heisst er wirklich) verspricht die Schraubenschlüssel zu schwingen und alles bis spätstens halb zehn fertig zu haben.
Wir müssen das Auto auf jeden Fall zum Flughafen fahren, weil es da in einem Langzeitparkplatz untergestelt wird, wo es die neuen Besitzer am 2. Oktober abholen werden.
Mittwoch, 23 Uhr: Wir haben keinen Plan ob wir Donnerstags interntional oder national einchecken muessen, also rufe ich Qantas an. "Oh, da haben sie aber total falsche Zeiten. Ihre Flüge sind alle zweieinhalb Stunden vorverlegt worden. Hat sie denn niemand beachrichtigt?" Nein, danke hat niemand!
Auf die Frage wie lange wir denn einchecken können, war die ernüchternde Antwort "allerspätestens 10 Uhr" und es gibt keinen anderen Flug nach Sydney.
Darauf folgt die erste grosse Panikattacke, weil wir feststellen, dass das Auto nicht fertig wird. Anruf in der Werkstat, und o wunder, keiner nimmt ab. Komisch, kann ich gar nicht verstehen. Wer arbeitet denn nicht um 11 Uhr nachts. In einem Anfall von purer Verzeiflung, rufe ich alle D. Drivers in der Gegend an, die alle etwas ungehalten reagieren, weil ich sie erstens aus dem Bett geschmissen habe und zweitens denken, ich wäre eine vollkommen Irre, die wissen will ob sie eine Autowerkstatt besitzen.
Vollkommen frustriert und fertig mit der Welt gehen wir also ins Bett.
Donerstag, 25.9.2008, Der Tag des Wahnsinns
6 Uhr morgens:
Wir sind beide wach und stürzen uns sofort auf alles was noch gemacht werden muss. Mehrere Anrufe in der Wekstatt: keine Antwort. Panik ist latent vorhanden, aber noch kontrollierbar.
7 Uhr:
Wir beschliessen mit Davids Auto zur Werkstatt zu fahren, die noch zu ist
7 Uhr 30:
ein mitarbeiter kommt an. Berichtet uns dass Des unterwegs ist um den Gasconverter abzuholen. Anruf bei Des vom Mitarbeiter: Mensch Des, mach bloss schnell. die Deutschen sind hier und wollen ihren Van, der Flug wurde vorverlegt.
Wir beschliessen zurück zu fahren und schon mal unser Gepäck zu holen.
8 Uhr 15:
Wir sind wieder bei der Werkstatt. Des auch. Wie in einem schlechten Film hängt er im Motorraum unseres Autos und die Autoteile fliegen. Um ihn herum legt alles was was eine Automechanikerausrüstung zu bieten hat, und wir können sehen, dass er seinen Schraubenschlüssel wiklich sehr extatisch schwingt. Dazu hat er einen knallroten Kopf und einen ziemlich panischen Gesichtsausdruck.
Wie immer in Auto-emotionalen Momenten meines Lebens gebe ich meine erste bühnenreife Heulattacke zum Besten. Effekt: Die Autoteile fliegen noch schneller!
9 Uhr 10:
Auto ist fertig. Des verkündet dass er jetzt ersmal fünf Kaffe braucht (die kann er sich auch eisten nach der Summe die wir bezahlen müssen).
Wir brausen mit beiden Autos ab zu Buschs, schmeißen Davids Schlüssel in den Briefkasten, preschen mit unserem Vanauf die Autobahn. STAU! Ken flucht wie ein Kesselflicker und erfindet dabei phantasievolle Schimpfnamen für die gesamte Belegschaft der Qantas während ich mich damit begnüge in die zweite Heulrunde zu gehen, auch weil ich wähend der Fahrt feststelle, dass der Langzeitparkplatz nochmal fünf Kilometer vom Flughafen entfernt ist.
9 Uhr 45: Flughafen in Sicht. Rein ins Parkhaus und ein Sprint mit zwei 25 kilo Koffern ins Flughafengebäude, was für mich, die Unsportlichkeit in Person, mit Selbstmord gleichzusetzen ist.
9 Uhr 55: Ankunft am Schalter. Meine Nerven gehen komplett den Bach runter und ich fange vor der Stewardess an, immer noch mit herushängender Zunge vom Rennen, zu heulen und schluchzen was das Zeug hält. Sie ist dadurch so verwirrt, dass sie es sich nicht wagt uns wegen unserer eindeutig zu schwerer Koffer Geld abzuknöpfen. Als wir ihr erzählen, dass wir noch zum Langzeitparklatz müssen ist ihr Gesicht nur noch ein einziger Ausdruck von Mitleid und es sieht nicht so aus, als würde sie uns viele Chancen einräumen pünktlich zum boarden um spätestens 10.50 zurück zu sein.
10 Uhr 05: Check-in beendet. Sprint zurück ins Parkhaus, auf die Autobahn und mit halsbrecherischer Geschwindigkeit Richtung Parkplatz. Die Leute dort wissen schon bescheid dass wir "in Eile" sind, da ich sie schon panisch angerufen habe.
10 Uhr 30: Wir stürzen ins Büro des Parkplatzes. Die Dame sieht aus als würde sie auf das Holzstäbchen beim Staffellauf warten. Ich unterschreibe in Windeseile einfach alles was sie mir vorlegt. Wenn ich jetzt also Besitzerin eines Einfamilienhauses mit Garten und Swimmingpool bin, würde es mich überhaupt nicht wundern.
Als nächstes gehts ab in ein kleinen Bus und unsere Fahrerin drückt ordentlich aufs Gas.
10 Uhr 40: Erneute Ankunft am Flughafen inklusive Sprint durch den Security-Check. Trotz hochrotem Kopfes, glubschigen Äuglein und schweissnassem Gesamtzustandes bringe ich scheinbar doch noch so viel Charme auf, dass der Security-Mann nicht allzu genau schaut und uns schnell weiter ziehen lässt. Endspurt zum Gate, das natürlich genau am anderen Ende des Flughafens ist.
10 Uhr 50: Wir boarden!!!! Als wir auf unseren Plätzen sitzen, dampfen wir wie die Rennpferde und haben 5 graue Haare mehr auf den Köpfen.
Als wir in Sydney ankommen wird uns mitgeteilt, dass unser Flug nach Deutschland 2,5 Stunden Verspätung hat....Wir sind zu erschöpft und fertig um den Qantas-Schalter in Brand zu stecken.
Der Rest des Fluges und des WARTENS verlief dann friedlich. Alles in allem hat uns dieser Wahnsinn den Abschied von Australien aber doch erleichtert, weilman glücklicherweise garkeine Zeit hatte groß darüber nachzudenken.
Jetzt sind wir wieder gut in der Heimat angekommen und leiden schon unter einem echt fiesen Jetlag. Vielleicht ist das der Grund weshalb sich Australien jetzt schon wie ein Traum anfühlt. Die nächste Tage werden wir uns erstmal in aller Ruhe unsere Bilder anschauen und den Blog lesen, um uns wieder an alles zu erinnern, was wir erlebt haben. es war wirklich ein riesen-Abenteur und hat so viel Spaßemacht; wir würden es jederzeit wieder tun!!
Jetzt steht aber erstmal das neue Abentuer an, sich wiedre in Deutschland und der Zivilisation einzuleben, den Jetlag schnellstmöglich loszuwerden und auf der rechten Seite der Straße zu fahren;)
Ich denke ich werde den Blog nicht offiziell schließen. ich hatte so einen Spaß ihn zu schreiben, dass ich bestimmt hin oder wieder zum Wiederholungstäter werde. Mal sehen...
Macht es gut ihr Lieben und danke fürs Mitlesen:)
Fest stand, Flug geht Donnerstag um 13 Uhr, von Melbourne nach Sydney, dann gehts weiter Richtung Deutschland.
Unser Van war noch am Mittwoch in der Werkstatt um ein roadworthy zu bekommen (das ist sowas wie der Tüv).
Mittwoch, 18 Uhr: Anruf Werkstatt. Es gibt einen Zwischenfall. "Der Gasconverter sieht überhaupt nicht mehr gut aus. beim test hat er sich selbst überflutet. fahren kann man damit schon noch, aber sollen wir das riskieren?" Ich denke mir, naja, wir haben ja noch ein wenig Zeit. es reicht wenn wir das Auto Donnerstag bis 9 Uhr morgens bekommen....also rein mit dem neuen Gasconverter! Unser treuer Mechaniker Des Driver (ja so heisst er wirklich) verspricht die Schraubenschlüssel zu schwingen und alles bis spätstens halb zehn fertig zu haben.
Wir müssen das Auto auf jeden Fall zum Flughafen fahren, weil es da in einem Langzeitparkplatz untergestelt wird, wo es die neuen Besitzer am 2. Oktober abholen werden.
Mittwoch, 23 Uhr: Wir haben keinen Plan ob wir Donnerstags interntional oder national einchecken muessen, also rufe ich Qantas an. "Oh, da haben sie aber total falsche Zeiten. Ihre Flüge sind alle zweieinhalb Stunden vorverlegt worden. Hat sie denn niemand beachrichtigt?" Nein, danke hat niemand!
Auf die Frage wie lange wir denn einchecken können, war die ernüchternde Antwort "allerspätestens 10 Uhr" und es gibt keinen anderen Flug nach Sydney.
Darauf folgt die erste grosse Panikattacke, weil wir feststellen, dass das Auto nicht fertig wird. Anruf in der Werkstat, und o wunder, keiner nimmt ab. Komisch, kann ich gar nicht verstehen. Wer arbeitet denn nicht um 11 Uhr nachts. In einem Anfall von purer Verzeiflung, rufe ich alle D. Drivers in der Gegend an, die alle etwas ungehalten reagieren, weil ich sie erstens aus dem Bett geschmissen habe und zweitens denken, ich wäre eine vollkommen Irre, die wissen will ob sie eine Autowerkstatt besitzen.
Vollkommen frustriert und fertig mit der Welt gehen wir also ins Bett.
Donerstag, 25.9.2008, Der Tag des Wahnsinns
6 Uhr morgens:
Wir sind beide wach und stürzen uns sofort auf alles was noch gemacht werden muss. Mehrere Anrufe in der Wekstatt: keine Antwort. Panik ist latent vorhanden, aber noch kontrollierbar.
7 Uhr:
Wir beschliessen mit Davids Auto zur Werkstatt zu fahren, die noch zu ist
7 Uhr 30:
ein mitarbeiter kommt an. Berichtet uns dass Des unterwegs ist um den Gasconverter abzuholen. Anruf bei Des vom Mitarbeiter: Mensch Des, mach bloss schnell. die Deutschen sind hier und wollen ihren Van, der Flug wurde vorverlegt.
Wir beschliessen zurück zu fahren und schon mal unser Gepäck zu holen.
8 Uhr 15:
Wir sind wieder bei der Werkstatt. Des auch. Wie in einem schlechten Film hängt er im Motorraum unseres Autos und die Autoteile fliegen. Um ihn herum legt alles was was eine Automechanikerausrüstung zu bieten hat, und wir können sehen, dass er seinen Schraubenschlüssel wiklich sehr extatisch schwingt. Dazu hat er einen knallroten Kopf und einen ziemlich panischen Gesichtsausdruck.
Wie immer in Auto-emotionalen Momenten meines Lebens gebe ich meine erste bühnenreife Heulattacke zum Besten. Effekt: Die Autoteile fliegen noch schneller!
9 Uhr 10:
Auto ist fertig. Des verkündet dass er jetzt ersmal fünf Kaffe braucht (die kann er sich auch eisten nach der Summe die wir bezahlen müssen).
Wir brausen mit beiden Autos ab zu Buschs, schmeißen Davids Schlüssel in den Briefkasten, preschen mit unserem Vanauf die Autobahn. STAU! Ken flucht wie ein Kesselflicker und erfindet dabei phantasievolle Schimpfnamen für die gesamte Belegschaft der Qantas während ich mich damit begnüge in die zweite Heulrunde zu gehen, auch weil ich wähend der Fahrt feststelle, dass der Langzeitparkplatz nochmal fünf Kilometer vom Flughafen entfernt ist.
9 Uhr 45: Flughafen in Sicht. Rein ins Parkhaus und ein Sprint mit zwei 25 kilo Koffern ins Flughafengebäude, was für mich, die Unsportlichkeit in Person, mit Selbstmord gleichzusetzen ist.
9 Uhr 55: Ankunft am Schalter. Meine Nerven gehen komplett den Bach runter und ich fange vor der Stewardess an, immer noch mit herushängender Zunge vom Rennen, zu heulen und schluchzen was das Zeug hält. Sie ist dadurch so verwirrt, dass sie es sich nicht wagt uns wegen unserer eindeutig zu schwerer Koffer Geld abzuknöpfen. Als wir ihr erzählen, dass wir noch zum Langzeitparklatz müssen ist ihr Gesicht nur noch ein einziger Ausdruck von Mitleid und es sieht nicht so aus, als würde sie uns viele Chancen einräumen pünktlich zum boarden um spätestens 10.50 zurück zu sein.
10 Uhr 05: Check-in beendet. Sprint zurück ins Parkhaus, auf die Autobahn und mit halsbrecherischer Geschwindigkeit Richtung Parkplatz. Die Leute dort wissen schon bescheid dass wir "in Eile" sind, da ich sie schon panisch angerufen habe.
10 Uhr 30: Wir stürzen ins Büro des Parkplatzes. Die Dame sieht aus als würde sie auf das Holzstäbchen beim Staffellauf warten. Ich unterschreibe in Windeseile einfach alles was sie mir vorlegt. Wenn ich jetzt also Besitzerin eines Einfamilienhauses mit Garten und Swimmingpool bin, würde es mich überhaupt nicht wundern.
Als nächstes gehts ab in ein kleinen Bus und unsere Fahrerin drückt ordentlich aufs Gas.
10 Uhr 40: Erneute Ankunft am Flughafen inklusive Sprint durch den Security-Check. Trotz hochrotem Kopfes, glubschigen Äuglein und schweissnassem Gesamtzustandes bringe ich scheinbar doch noch so viel Charme auf, dass der Security-Mann nicht allzu genau schaut und uns schnell weiter ziehen lässt. Endspurt zum Gate, das natürlich genau am anderen Ende des Flughafens ist.
10 Uhr 50: Wir boarden!!!! Als wir auf unseren Plätzen sitzen, dampfen wir wie die Rennpferde und haben 5 graue Haare mehr auf den Köpfen.
Als wir in Sydney ankommen wird uns mitgeteilt, dass unser Flug nach Deutschland 2,5 Stunden Verspätung hat....Wir sind zu erschöpft und fertig um den Qantas-Schalter in Brand zu stecken.
Der Rest des Fluges und des WARTENS verlief dann friedlich. Alles in allem hat uns dieser Wahnsinn den Abschied von Australien aber doch erleichtert, weilman glücklicherweise garkeine Zeit hatte groß darüber nachzudenken.
Jetzt sind wir wieder gut in der Heimat angekommen und leiden schon unter einem echt fiesen Jetlag. Vielleicht ist das der Grund weshalb sich Australien jetzt schon wie ein Traum anfühlt. Die nächste Tage werden wir uns erstmal in aller Ruhe unsere Bilder anschauen und den Blog lesen, um uns wieder an alles zu erinnern, was wir erlebt haben. es war wirklich ein riesen-Abenteur und hat so viel Spaßemacht; wir würden es jederzeit wieder tun!!
Jetzt steht aber erstmal das neue Abentuer an, sich wiedre in Deutschland und der Zivilisation einzuleben, den Jetlag schnellstmöglich loszuwerden und auf der rechten Seite der Straße zu fahren;)
Ich denke ich werde den Blog nicht offiziell schließen. ich hatte so einen Spaß ihn zu schreiben, dass ich bestimmt hin oder wieder zum Wiederholungstäter werde. Mal sehen...
Macht es gut ihr Lieben und danke fürs Mitlesen:)
Fipsie - 27. Sep, 08:59

