Donnerstag, 21. August 2008

Ich hab mein Herz in Byron Bay verloren...

...mal wieder;) Ach es war so schoen. Sein Name ist Manuelle und er ist so niedlich. Das ist unser gemeinsames Foto:

DSC02758

Jaaa, er ist ein schoenes strammes Alpaca von gerade mal acht Monaten.
Frank hatte uns auch schon einmal von der Vorliebe der Australier erzaehlt, Alpacas zu zuechten, denn die haben hier eine ganz besondere Aufgabe. Wenn sie schon ein bischen aelter sind, werden sie einfach zu einer Schafherde dazu gesteckt. Die Schafe denken sich dabei nicht viel, ausser wahrscheinlich "Auch lockig, auch grosse Nase, muss Schaf sein!" und adoptieren das Alpaca. Dieses ist dann sozusagen der Schafherdes Bodyguard, denn weil es so gross und dick ist, traut sich dann kein Fuchs oder Dingo mehr so richtig ran, weil ihm das nicht so ganz geheuer ist und dieses "grosse Schaf' ihn total verschreckt. Es soll wohl auch so ganz mutige Alpacas geben, die beissen und kicken und die Feinde so in die Flucht schlagen, aber so ist Manuelle nicht. Der hat sich lieber kuscheln und schmusen lassen...und sein Fell war so dick und weich, ich haette mich am liebsten drauf gelegt.
Also zu meiner Packliste ist neben Koala, Kaenguruhbaby und Kookaburra jetzt auch noch ein Alpaca dazu gekommen. Eltern, ihr muesst zuhause schon mal Platz schaffen:)
Ansonsten war Byron Bay in jeder Hinsicht ein wuenderschoenes Staedtchen, was vielleicht aber auch daran lag, dass ich dort meinen Manuelle getrofen habe;)
Aber es heisst, dass in Byron Bay irgendwelche Energiewellchen zusammenlaufen und sich deshalb eine grosse Hippiegemiende dort versammelt hat und allen moeglichen Klimbim verkauft. In der Tat hatte auch ich nach ein paar Stunden das Beduerfnis ein Batikkleid zu tragen und dabei ein Tambourin zu schlagen, aber Ken konnte mich gerade noch so aufhalten.
Auf unserem Caravanpark haben wir dann auch noch ein anderes wildes Tier kennen lernen duerfen...eine wunderbare Eule, die sich gerne bei Menschen aufhaelt, gestreichelt werden moechte, aber eigentlich niemandem gehoert.
Eine Alt-Hippie-Frau, die auch auf dem Caravanpark war, hat uns gleich mitgeteilt, wie gluecklich wir uns schaetzen duerften, diese Eule zu sehen, weil sie ja fuer so viel Weisheit und spirituelles was-weiss-ich was-steht...Also wir fanden sie einfach nur huebsch..die Eule natuerlich;)
Doch nicht nur dieses fliegende Objekt hat uns mit seiner Anwesenheit beehrt, auch meine heissgeliebeten "Leder-Flatterer" sind wieder rumgeduest wie die Geisteskranken. Als ich nachts von der Toilette zum Van zurueck stiefelte, ist so ein Vieh ungelogen ca. 7 Zentimeter ueber meinen Kopf hinweggebraust, und ich schwoere, die hat sich fuer mindestens eine Millisekunde ueberlegt, ob sie nicht vielleicht doch schnell zum Fleischfresser umschwenken soll. Die letzten Meter bin ich gerannt!:)
Als wir am naechsten Tag am Leuchtturm von Byron Bay waren, haben wir dann einen alten Backpackerfreund, Lars, wieder getroffen, den wir vor etwa einem Monat und 1800km entfernt, kennen gelernt hatten. Ganz ohne Verabredung oder Absprache haben wir auf einmal alle am Leuchtturm nebeneinander gestanden und erstmal ganz schoen erstaunt geguckt. Echt witzig, wie das manchmal so passiert.

Leider haben wir ein paar Tage zuvor auch mal eine negative Staedteerfahrung machen mussen. Voller Vorfreude sind wir in Surfers Paradise eingefahren, was, wie der Name schon sagt, ein Mekka fuer alle Surfer ist, und haben nur einen totalen Touriort vorgefunden, der eigentlich nichts hatte, ausser tausende von riesigen, haesslichen Hotels und Diskos. Nichts fuer uns; wir haben nach einer Stunde gleich wieder die Flucht ergriffen.

Dafuer waren wir auch noch zwei Tage in Brisbane, das uns auch sehr gefallen hat. Die Einkaufstrasse hat auf jeden Fall heimatliche Gefuehle aufkommen lassen, weil es fast eine Kopie der Zeil war;) Trotzdem war es fuer uns unheimlich schwer mit dem Stress und der Schnellebiglkeit einer Grosstadt zurecht zu kommen und wir haben uns so ein bischen wie die letzten Waldschrate gefuehlt, die nach 20 Jahren Einsiedlerdaseins mal in die grosse weite Welt kommen. Na das wird ein Spass wenn wir wieder in Deutschland sind!

Ansonsten gondlen wir jetzt die Ostkueste runter, geniessen unsere letzten Tage und bekommen so langsam auch ein bischen den Blues. Ist schwer sich vorzustellen, dass es bald vorbei ist. Aber es ist ja auch genauso schoen, wieder nach Hause zu kommen und euch alle wieder zu sehen:) Man kann halt nicht alles gleichzeitig haben...

So wir muessen mal weiter ziehen, es liegen noch ein paarhundert Kilometer und viiiele schoener Straende vor uns, die alle noch gesehen werden wollen!
Fipsie - 21. Aug, 08:20

Great!

So you can still see The Big Oyster and The Big Ayres Rock! Fantastic. Both of them are terrible. Really terrible.

Noel

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