Freitag, 15. August 2008

Rainbow Beach

Wir haben uns mal wieder in ein australisches Paradies durchgeschlagen. Heute sind wir in Rainbow Beach angekommen, was uns ein paar andere Backpacker empfohlen haben. Und wie ihr an den Bildern sicher sehen koennt wurde wir nicht enttauscht;)
Der Sand ist hier so fein, dass man ihn gar nicht richtig spueren kann; er rinnt einfach durch die Finger.
Wir haben erstmal einen kleinen Walk auf der Kueste gemacht, die vor allem eine Wanderduene ist und sich in den Jahren so langsam aber sicher den Wald um sich herum einverleiben wird. In der tat ragen ueberall abgestorbene baumstuempfe aus dem sand, was aber immerhin zu aeusserst dramatischen Fotos fuehrt;)
Ansonsten herrscht da oben eine absolut perfekte Stille und man setzt sich hin und schaut und schaut und kann von diesem Anblick einfach nicht genug bekommen.
Besonders interssant ist auch, dass unter dem "gelblichen" (und der ist eigentlich schon ziemlich weiss) Sand absolut strahlendweisser liegt, da kann man die schoensten Muster in den Sand zaubern.
Nun soviel dazu, die Bilder sagen wahrscheinlich mehr als tausend Worte:)

Ansonsten haben wir gestern unseren Van wieder perfekt startklar machen lassen. Das morgendliche Anspringen ist besser geworden, es haengt in der Tat mit der Kaelte zusammen und unser letzter Mechanike Dave, den wir in Bundaberg ausfindig gemacht haben, hat uns ein dubios aussehendes, selbstgebasteltes Kabel geschenkt mit dem wir unserem Van am Morgen eine kleine Extra-Infusion Strom von der Batterie in den Hintern schiessen keonnen.
Er hat auch noch alles moegliche rumgebastelt, geputzt, repariert und gewerkelt, sodass unser Stahlschwein im Moment besser lauft als je zuvor.
Und das Beste: Wir haben keinen cent bezahlt. Nachdem er von unseren letzten Problemen und den Unsummen Geld gehoert hat, die wir ausgegeben haben, hat er nur gemeint: The only thing that I want from you is that you finally enjoy your trip!
Na, das machen wir ja eigentlich schon, aber es ist doch immer wieder toll, solche Menschen zu treffen (und noch toller ist, wenn sie dann auch noch Automechaniker sind;)
So das wars erstmal fuer heute, ich muss mich jetzt an den Strand legen:)

Montag, 11. August 2008

Es ist so kalt im Regenwald...

Naja wir sind zwar nicht mehr ganz im Regenwald zur Zeit aber trotzdem wird es nachts jetzt so richtig knackig kalt. Unsre Temperaturanzeige erzaehlte uns bisher jeden Morgen etwas von um die 4 Grad IM Van, was wirklich gaaaanz schoen frierig ist. Da kommen nicht nur wir etwas schlecht in die Gaenge, sondern auch unsere Autobatterie, die sich die ersten 10 Minuten leider gar nicht dazu bequemen laesst auch nur einen Minifunken abzugeben.
Uns wurde jetzt aber schon mehrmals gesgat, dass die australischen Autobatterien das einfach nicht verkraften wenn es so kalt ist und nach Aussage vieler Einheimischer, die man so trifft, ist das hier einer der strengsten australischen Winter seit jahren, und das obwohl wir hochoffiziell immer noch in den Tropen sind. Na ganz toll.
Wenn wir jetzt abends "ins Bett gehen", sehen wir jedenfalls aus wie Teilnehemr einer Mondexpedition und laufen vor lauter Hosen, Schals, Muetzen und anderem Gedoens wie die Michelin-Maennchen durch die Gegend. Morgens kommen wir dann aus dem Van gekrochen und lassen uns als erstes in der Sonne nieder, aehnlich wie die fette Echse im Nationalpark um auf Touren zu kommen.
Meine letzte Massnahme war jetzt erstmal Ken eine superdicke und hochattraktive Jogginghose zu kaufen (3 Dollar-Superschnapp!), dass er nicht die ganze Nacht versucht seine eisklumpigen Beine an mir zu waermen. Trotzdem muss man sich ganz schoen aneinanderklammern, dass die Waerme auch ordentlich unter der Decke bleibt und ich koennte schwoeren, dass wir inzwischen platz- und waermehaushaltstechnisch auch gemeinsam auf einer Parkbank uebernachten koennten;) Aber: es hat jau auch niemand dass es luxurioes werden wuerde.
Ansonsten haben wir uns die letzten Tage hauptsaechlich an den wunderschoenen Kustenstaedten aufgehalten, waren also in Rockhampton, Gladstone und seit gestern machen wir Bundaberg unsicher.
bevor wir in Bundaberg eingebraust sind, habenwir noch eine andere Attraktion in einem verschlafenen Nest namens Gin Gin mitgenommen: die Mystic Craters. Alle Verschwoerungsfanatiker unter euch (Na, Guido;)
das ist was fuer euch, und natuerlich auch fuer mich, da ich grundsaetzlich ja immer gewillt bin, fast alles erstmal zu glauben. Die mystic craters sind 25 Millionen jahre alte Karter, die ein australischer bauer beim Rumtrekkern auf seinem Grundstueck in den 70ern gefunden hat. Wissenschaftler aus aller Welt haben die Dinger untersucht und sind sich inzwischen sicher, dass es keine Vulkane und keine direkten Meteoriteneinschlaege sind, um ehrlich zu sein, sie wissen nicht was es ist. Das allerseltsamste ist auf jeden fall, dass keiner der 32 Karter miteinander verbunden ist, manche IMMER (wirklich immer, auch bei grioesster australischer Hitze) Wasser haben und manche NIE Wasser aufnehmen, egal wie sehr es regnet und dass niemand messen kann wie tief sie sind. Sie haben scheinbar keinen Grund.
Waehrend die Wissenschaftler sich gegenseitig die Schaedel einschlagen und versuchen sich von verschiedenen tollen Naturtheorien zu ueberzeugen, stehe ich persoenlich ja mehr auf die die die von ufos, Saurierabdruecken handeln. Auf jeden Fall war es wirklich eine nette kleine Attraktion (leider kann ich noch keine Bilder hochladen, weil das hier in der Bibliothek nicht geht...)
Auf jeden fall muessen wir einen so armseligen und erforenen Eindruck auf die aeltere dame im Souvenirladen gemacht haben, dass sie uns noch einen heissen Tip fuer Bundaberg mitgegeben hat: Dort waere jeden Sonntag abend im Brothers SportsClub Roast dinner fuer nur 3.95 Dollar pro Person.
Und da ken schon bei dem gedanken an einen ordentlichen Braten ausserst glaenzende Aueglein hatte und seltsame Sabbergerausche von sich gegeben hat, sind wir am Abend dort einmarschiert und wurden nicht enttaeuscht.
Man konnte waehlen zwischen Rind-Schwein oder lammbraten, dann gabs noch Gemuese und Kartoffeln dazu und das alles fuer 3.95. Das ganze wurde dann mit ca 1 Millionen anderer Australier, die mit Sicherheit jeden Sonntag dort einkehren, in einem grossen Gemeinschaftsraum eingenommen, wo auf einer Leinwand ein Disneyfilm abgespielt wurde.
Weil wir uns im Moment so abgerissen vorkommen, war es fuer uns wie die Armenspeisung des Roten Kreuz, aber in Wirklichkeit ist es wohl ein echtes soziales Happening in Bundaberg, und davon mal abgesehen war das Essen phantatstisch!!
Nun ja , soviel zu den letzten tagen...nicht so spannend ich weiss, aber auch wir muessen ja mal einen Gang runterschalten (so wie unsree Batterie;) Inzwischen erwische ich mich jedenfalls immer wieder dabei, das sich ueber Motoroelqualitaeten, Autosicherungen, Anlassergeraeusche sinniere und im Internet auf Tuner-Foren rumhaenge.
Vielleicht solte ich doch noch eine Ausbildung als Automechaniker in Erwaegung ziehen. Ken meint aber, dass wenn man nicht mal weiss, dass der Motor auch im Leergang Benzin verbrennt, waere das nicht so eine gute Idee (naja man kann aber doch auch nicht alles wissen, oder?!;)
Also obwohl sich meine technischen Faehigkeiten schon immer sehr in Grenzen gehalten haben (das koenenn meine Eltern leider nur allzu gut bestaetigen;), diskuttiere ich kraeftig mit und stelle die heissesten Theorien auf wenn es um unseren Van und seine neusten Macken geht! Wie heisst es doch so schoen: Ein unbeschaeftigtes Hirn sucht sich das Naechtsbeste um sich dann damit exzessiv zu beschaeftigen;)

So ihr alle, ich mach mal Schluss und hoffe, dass mein naechster Eintrag wieder ein bischen spannender wird!
Bis bald
Automechanikerin in Ausbildung, Isi

Dienstag, 5. August 2008

We are on the road again...

So, wir haben es geschafft. Autochen ist wieder fit und wir haben es gleich mal extremen Bedingungen ausgesetzt indem wir einen Nationalpark unsicher gemacht haben. Strassen mit 12 Prozent Steigung, ueberflutete Wege, Matsch und bittere Kaelte bei Nacht, es hat alles ueberstanden.
Unser Ziel war dieses mal der Eungella-Nationalpark, der eigentlich ein sehr kleiner, aber doch sehr huebscher Park ist und in dem wir ein paar Regenwaldspaziergaenge gemacht haben.
Da kann man wirklich die tolsten Dinge entdecken und es ist ein auesserst seltsames gefuehl, wenn man um eine Kurve kommt und da haengt eine fette, faule, ca 1,50 meter lange Echse auf einem Baumstamm rum. Also so ganz geheur war mir das ja nicht, aber als ken sie mit unserem Foto belaestigt hat, hat sie sowieso relativ schnell, mit Echsen-Watschel-Beinrumwerf-Schritt das Weite gesucht.
Ansonsten sind natuerlich auch noch viele andere seltsame Viecher rumgeflogen, gekrochen und haben einen mords Laerm gemacht (die Voegel sind hier alle echte Kreischer).
Nach einem wunderbaren Spaziergangtag sind wir dann auf einen Caravanpark gefahren, der uns von der Informationsdame in der Stadt empfohlen wurde. Sie meinte der besitzer waere ein "real character".
Dem war in der tat so: Wazza (was soll man schon zu diesem Namen sagen...) ist so um die 70, hat sich im regenwald sowas wie eine huebsche kleine Hippiekommune zurecht gewurschtelt und raucht morgens um 8 Uhr seinen ersten Joint (am ganzen tag sind es mit sicherheit um die 10 Stueck).
Er verlaesst sein Camp nur alle 6-8 Wochen um in die Stadt zu fahren und "Einkauefe" zu machen, von denen wir uns schon genau vortstellen konnten, welcher Art die sind. In diesem Camp haben wir ein deutsches Paarchen kennen gelernt, die kurzzeitig fuer Wazza arbeiten und das Maedel musste mit ihm in die Stadt fahren. Sechs Stunden waren sie einkaufen und weil der arme Wazza am Ende total fertig war von so viel Zivilisation hat er auf der einstuendigen Rueckfahrt gleich mal 3 Flaschen Bier am Hals gahebt; waehrend dem Fahren natuerlich, is ja klar;)
Aber man muss sagen, dass sein Camp wirklich ein paradiesischer Ort war, mitten im Regenwald, ein wunderschoenes Fluesschen vor der Vantuer, Wahnsinns-Atmosphaere (vielleicht war ich nach einer Zeit aber auch einfach nur passiv high).
Wir haben uns dort dann mal richtig locker gemacht und versucht den ganzen autostress los zu werden.
Zu diesem Zweck haben wir uns dann auch mal an den Platypus-Teich begeben, wo man angeblich hin und wieder ein paar Platypusse (Schnabeltiere) rumschwimmen sehen kann. Das Wasser war wirklich sehr klar und leider auch bitterkalt. Ich habe nur mal kurz meinen grossen Zeh reingehalten und beschlossen, dass das schon zuviel war. Ken stattdessen wollte unbedingt eine Runde in dem ca. 13 Grad kalten Nass drehen und ist langsam und vor sich hinjammernd reingestakst. Das ganze auch noch splitterfasernackt, weil er die Badehose trocken lassen wollte (wir hatten natuerlich unser Badehandtuch vergessen). Es hat bestimmt 10 Minuten gedauert bis er ueberhaupt drin war und nach zwei Runden Schwimmen auch nicht viel laenger als er beschlossen hatte wieder rauszukommen weil ihm, laut seiner Aussage, gewisse Koerperteile schon fast bis in die Bauchhoehle hochgekrochen waren. Also kam er schliesslich koeniglich wie Triton hoechstpersoenlich aus den Fluten gestiegen.... Doch ploetzlich: Kindergeschrei, von Ken nur noch ein "oh, oh,oh,oh!!" und platsch platsch platsch war er schnell wieder ins eisige Nass zurueck gehoppelt, weil gerade eine froehliche Kinderschar um die Ecke kam, um den Platypus anzuschauen. Was sie fanden war nur ein langer, nackter Ken, der noch weitere 10 Minuten im Wasser rumduempeln musste, bis die Kinder entschieden hatten, dass das nicht ganz das war war sie wohl erwartet hatten.
Ich habe waehrenddessen schoen in der Sonne gesessen und mich fast nicht mehr eingekriegt vor lachen, obwohl ich, als immer frierendes Wesen, wirklich grosses als Mitleid mit ihm hatte.
Waehrend dieses Abenteuers muss er sich wohl auch irgendwann eine Zecke im Bauchnabel eingefangen haben, die hier in Australien jedoch nicht giftig sind (also das haetten sie ja rein theoretisch dann auch noch mitnehmen koennen...)
Die letzte nacht haben wir dann an einem Strand uebernachtet und unsree grosse Leidenschaft fuer Feuer machen entdeckt. Es ist doch ein sehr erhebendes Gefuehl, wenn man aus ein paar bloeden Aestchen und einem Feuerzeug ein waermendes Feuer basteln kann.
Besonders amuesant dort die Kookaburras (das sind die, die so geisteskrank "lachen"), die dort Wegelagerer-maessig auf den Bauemen rumsitzen und nur auf Menschen warten, die sie fuettern. Wenn man ihnen dann Brot reicht, denn sie fressen gerne vornehm aus der Hand, werfen sie wie wild ihren Kopf hin und her, klatschen dabei das boese Brot auf dem Boden auf als ginge es um ihr Leben, bis es dann endlich verspeist wird. Da wir dieses Verhalten sehr seltsam fanden und schon dachten das waere eine schwere Form von Vogeldepression, haben wir uns mal kundig gemacht und dabei herausgefunden, dass diese Voegel eigentlich in erster Linie Fleischfresser sind. Und weil hin und wieder auch gerne mal eine kleine Schlange oder eine Spinne auf dem Speiseplan steht, muss diese natuerlich erst einmal ordentlich erschlagen werden. Leider sind sie dann aber doch nicht intelligent genug zu erkennen, dass das Brot schon lange tot ist, oder besser gesagt noch nie gelebt hat und deshalb wird auch hier geklatscht was das Zeug haelt. Ach ja, was man hier erlebt, ist manchmal tausendmal besser als fernsehen und seit gestern sind die Kookaburras meine neue Lieblingsvoegel, weil sie nicht nur bescheuert lachen, sondern auch bescheuert essen, was sie meiner Meinung nach aeusserst sympatisch macht:)

Heute sind wir dann wieder in einer groeseren Stadt, Rockhampton angekommen, was nach so viel Natur immer ein groesserer Kulturschock ist.

So ich muss jetzt mal Schluss machen, ich sitze in der Bibliothek und nutze Internet umsonst, bin jetzt aber schon ein bischen ueber die Zeit und werde schon ganz ungehoerig vom Bibliothekar angefunkelt;)
Bis bald
isi und die beinahe-erfrorene Wasserratte Ken;)

Montag, 28. Juli 2008

Mackay

Ach ja, so wirklich ist das Glueck im Moment nicht auf unsrer Seite.
Nachdem wir in Arlie beach abgeduest sind, haben wir genau 150 Kilometer geschafft bevor uns der boese Autoteufel wieder eingeholt hatte.
Zuerst dachte ich, ein Kindheitstraum waere wahr geworden, denn ich war kurzzeitig der Meinung ich waere Regina Regenbogen, die auf ihrem weissen Pferd auf einem wunderschoenen Regenbogen dahinreitet.
Leider war der Regenbogen Motoroel, das aus dem Hintern unseren "Pferdes" die regennassen Strassen Mackays auesserst dekorativ beschmueckte. Auf dem letzten Zipfelchen oel haben wir es dann zu einer Werkstatt geschafft, die erstmal gar nicht wussten was da los ist.
Kurz und gut, der kaputte Zahnriemen hat auf seiner zerstoererischen Abnippel-Tour durch unseren Motorraum noch viele andere arme Autoteile mit in den Tod gerissen und irgendwo ein Loch reingeschlagen durch das das gute Oel wie aus einem Wasserhahn rauslaeuft.
Zum Glueck hat uns der RACV Unterkunft besorgt (die der RACV auch bezahlt - das haetten wir mal in Airlie Beach wissen muessen...). Wir haben dann erstmal 4 tage in einem schmucken Motel gewohnt, das zu unserem grossen Glueck das australische Premiere hatte. Also falls wirklich etwas dran sein sollte, dass man von zu viel fernseh viereckige Augen bekommt, hatten wir mit Sicherheit Achtecke!! Wir haben uns ueberhaupt nicht mehr eingekriegt und nach unserer jetzt zweimonatigen Fernsehabstinenz am tag zwischen 8 und 10 Stunden sabbernd vor der Roehre gehangen. echt irgendwie peinlich;) Aaaaber, zu unserer verteidigung muss gesagt werden, dass Mackay auch zwei Tage ein absolut fieses Unwetter hatte und wir auch echt noch froh sein konnten vom Regen weggespuelt worden zu sein.
Nun ja am Samstag hiess es dann: Auto fertig!
Wir losgezogen, angekommen, betruebte Gesichter. Oel laeuft immer noch.
Nach viel Gefluche in deutsch und englisch (wir wollten ja die Mechaniker auch was verstehen lassen) stand die Frage aller Fragen im Raum:1. Auto verschrotten lassen und zurueck nach Melbourne fliegen oder 2. vieeeel Geld bezahlen (und es ist wirklich wirklich viel geld, da sind die 400 Dollar vom lezten mal ein Mueckenschiss dagegen) und Auto reparieren lassen, wozu der komplette Motor ausgebaut werden muss, um ein kleines Scheissteil fuer 80 Dollar einsetzen zu lassen.
Tja und da wir beide schon zu viele Cowboyfilme gesehen haben und wissen, dass man keinen Sterbenden in der Praerie zuruck laesst (egal wie sehr er auch darum bettelt), werden wir unser Vanchen wieder auf Touren bringen lassen.
Nach dieser Entscheidung und dem damit verbundenen Schockzusatnd unsererseits mussten die Mechaniker erstmal erste Hilfe leisten und wir wurden gut mit Kaffee und Schoki versorgt. Der Racv hat uns jetzt wieder neu untergebracht, dieses mal leider kein Premiere, aber eine Mikrowelle, die mindestens genauso exzessiv genutzt wird! Und weil wir so toll sind, haben wir auch noch einen Mietwagen gesponsort bekommen, ein richtig feiner Schlitten mit gerade mal 1200 Killometern auf dem Tacho (ich glaube der arme RACV-Mitarbeiter, der damals den Vertrag mit mir abgeschlossen hat, wird seit Tagen ausgepeitscht, oder er geisselt sich selbst, je nachdem...).

Wir hoffen und beten, dass das jetzt echt der letzte Zwischenfall war, einen anderen werden wir uns aber auch nicht mehr leisten koennen;) Eines steht fest, die Backpacker, die den wagen von uns abkaufen, werden echt Glueck haben...is ja alles neu in dem Ding und Motor lauft immer noch wie am Schnuerchen (wenn Oel drin ist und auch drin bleibt...)
Nun ja so ist das. Wir haben hier in Mackay auf jeden fall einen feinen strand ausfindig gemacht an dem wir uns tagsueber aalen und Sandkunst machen (Achtung sehr kitschig - Bilder gibts auf der Seite).

Am Mittwoch gehts hoffentlich hoffentlich weiter und unser Mechaniker Adrian (Zwinker an Katja) hat versprochen uns ueber jeden Schritt per Handy zu informieren.

Also wir duerfen (mal wieder) gespannt sein:)

Es gruessen euch die erneut Schiff-/Autobruechigen
isi und Ken

Montag, 21. Juli 2008

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Ich habe noch ein paar Bildchen von unsreer "Zwangsheimat" hochgeladen. Heute geht es aller Wahrscheinlichkeit weiter!:)

Samstag, 19. Juli 2008

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DSC02196

So, das mal als Einstieg!
Ich haette vielleicht nicht so ueber den armen Captain Cook laestern sollen, denn auch wir sind mal wieder richtig schoen gestrandet.
Vorgestern sind wir morgends in aller Frische nach Airlie Beach gebraust, angekommen, hoppeldi aus Auto raus, fuenf Minuten bei Stadtinformation, hoppeldi ins Auto rein, versucht Motor zu starten - leider gar kein Hoppeldi, dafuer ein gerausch das sich angehoert hat,als wuerde man versuchen den Motor in zwei Stuecke zu reissen.
Also, Racv (sprich ADAC) angerufen (ich danke mir so sehr fuer den kurzzeitigen Anfall von Intelligenz dort Mitglied zu werden), Typie kommt, guckt, sagt nix> hm, schlechtes Zeichen.
Abschleppwagen kommt, schleppt Autochen weg (Erste Heulattacke meinerseits;) Wir im Taxi hinterher, bei Werkstatt angekommen: Zahnriemen ist komplett dahin, die neuen Teile kommen erst in drei Tagen, alles zusammen kostet mal wieder 400 Dollar (die Heulattacken-Klammern denkt ihr euch der Einfachheit halber jetzt einfach mal nach jedem Satz. ich habe wirklich sehr hochaktive Traenendruesen, wenn es um das Auto geht...manchmal bin ich mir echt selbst zu anstrengend;))
Dieses mal durften wir leider nicht im Auto bleiben, also mussten wir uns auch noch eine Unterkunft suchen, die uns jetzt auch noch einmal stolze 150 Dollar fuer drei Tage gekostet hat. Wir haben uns in einer echt fiesen Backpacker-Absteige eingemietet, mit einem bett so lang und breit wie Ken, kreischenden Betrunkenen, die nachts vor der Tuer krakeelen und Waenden so duenn wie Papier...
heute morgen bin ich mit der Putzfrau zusammengestossen, die mit einer Kippe im rechten Mundwinkel die Toiletten geputzt und mit der fiesesten Raucherstimme nur "Mornin, love" genuschelt hat. Echt, diese Unterkunft ist genau das, was man sich unter einem Hostel vorstellt. heute werden wir uns auf jeden fall erstmal Oropax kaufen;) Es ist echt so schlimm, dass es fast schon wieder lustig ist:)
Aber wie mein Kumpel Cook haben wir es wenigstens zustande gebracht in einem kleinen Paradies angeschwemmt worden zu sein, Strand, Palmen, alles da. UND es ist ein fantastizioeses Gefuehl aufrecht laufend ins Bett gehen zu koennen, nachts eine Toilette zu haben und Strom und fliessendes wasser zu besitzen. Hey, ich kann euch sagen, das ist Urlaub im Urlaub:)
Montag ist das Auto hoffentlich wieder fit und wir kommen ohne groesser Zwischenfaelle durch die naechsten Monate!!

heute morgen haben wir hier auf der hauptstrasse ausserdem ein vollkommen ausgebranntes backpacker-Auto gesehen. ist wohl heute nacht passiert. Also ich wuerde mal sagen, was ist schon ein bloeder Zahnriemen!!

Mittwoch, 16. Juli 2008

Meeting Willomena

So, da sind wir mal wieder und es gibt auch wieder einmal viel zu erzaehlen.
Vor ein paar Tagen haben wir uns die wallaman Falls angeschaut, Australiens groesster Wasserfall.
Ich habe mir dir ganze Pracht nur von oben angeschaut, es gab aber auch einen "Wanderweg" der bis zum Fuss des wasserfalls gefuehrt hat. Schlauerweise habe ich mich erst einmal dort positioniert wo die Leute wieder angkommen, wenn sie denn unten am Fasserfallteich gewesen waren und ich kann euch sagen: Keiner sah sehr gluecklich aus. Alle hatten riesige, rote Koepfe und haben geprustet wie die Walrosse. Ein Mann hat nur noch "Never again" vor sich hingestammelt. Meine Entscheidung war somit schnell gefallen und ich habe mir einen wunderbaren Platz in der Sonne gesucht, wo ich schoen relaxt mein Buch gelesen habe, waehrend Ken todesmutig runter gekraxelt ist.
Nach eineinhalb Stunden kam er dann zurueck und ich habe ihn als erstes gefargt ob er denn auch ein Bad genommen haette...Schweissgebadet, von Kopf bis Fuss pitschnass, knallrote Backen aber immer noch quietschvergnuegt und laechelnd. Also ich muss sagen er hat wirklich die unerbaermlichste Figur gemacht.
Unser naechster Abstecher, wie sollte es anders sein, war mal weider auf einem Pick-up-Park, zu deutsch: Schrottplatz. Ich muss sagen, ich hatte echt langsam die Schnauze voll, dass wir unser Auto jeden morgen 8bis 10 mal starten mussten, bis wir ueberhaupt mal losfahren konnten.
Also, ab auf den schrottplatz, secondhand-Anlasser erworben und obwohl Ken schon ganz leuchtende Aeuglein hatte, haben wir es auch gleich vom KFZ-Mechaniker, der standesgemaess in Bermuda-Shorts und Flip-Flops gekleidet war, einbauen lassen. Gut, hat natuerlich auch wieder Geld gekostet, aber wir schuetzen damit auf jeden fall unsere Nerven!
Gestern hatten wir dann wieder mal einen phantastischen Tag, und zwar im Billabong Sanctuary; eine Art Zoo in dem Tiere aufgenommen werden, die in der Natur nicht mehr ueberleben koennen, weil sie in gefangenschaft geboren oder von Autos angefahren wurden etc.
Es war grandios! es gab auch ein richtig gutes programm, indem wir auf Holzbaenken sassen und ein Ranger immer verschiedene Tiere angeschleppt hat um uns zu erklaeren was die so tun und wie sie leben. Dann durfte man noch Bilder mit ihnen machen und dabei ist dieses wunderbare Familienfoto entstanden;)

DSC02052

Also der Kola hat mit der Wombat-Dame Willomena gefaehrliche Konkurrenz bekommen:) Wombats sind zwar nicht so weich wie ihre pelzigen Cousins (sie sind der naechste Verwandte der Koalas), aber dafuer mindestens genauso suess; sie haben das Elvirablut in mir jedenfalls sehr zum Kochen gebracht. und das ist uebrigens auch die richtige Art und Weise wie man einen Wombat haelt, nicht dass ihr denkt ich haette den so in meine Gewalt gebracht (er wird uebrigens auch so getragen, was noch viel besser aussieht *hihi*) Aber so ein Geraet wiegt mal 27 Kilo und obwohl sie wie dicke Wuerste aussehen, bestehen sie zum groessten Teil aus Muskeln.
Ach was war es schee! Und dann durften wir auch noch ganz viele andere Tiere streicheln und anfassen und knuddeln und wuddeln, sodass mir am Ende schon ganz schwindelig war vor lauter Freude:)
Wir haben dann auch noch Echsen, Schlangen und ein Baby-Suesswasserkrokodil angetatscht und bei einer Salzwasserkrokodilfuetterung zugesehen.
Wirklich ein toller "Zoo" und vielleicht war es auch nicht ser letzte, obwohl ich wahrscheinlich viel Ueberzeugungsarbeit leisten muesste, dass Ken nochmal zustimmt in einen anderen zu gehen;)
So ansonsten sind wir jetzt gerade in Ayr angekommen, ein kleines Oertchen an der Ostkueste und ich bekomme schon panische Emails von der Melbourner Verwandtschaft, die uns raten bloss so lange wie moeglich im Norden zu bleiben, weil im Sueden jetzt wohl so richtig dre Winter eingefallen ist. Deshalb muessen wir echt anfangen ein bisschen mehr rumzuduempeln und nicht zu schnell voran zu kommen.
Aber auch hier hat uns leider der Regen eingeholt und es schuettet aus allen wolken, wie es in Deutschland nicht schoener schuetten koennte.
Wenn man dann halt kein richtiges Zuhause, sondern nur einen Van hat, ist das eine richtige Herausforderung!
All right, so weit so gut, ich muss jetzt Schluss machen, meine Zeit ist um (also hier in der Bibliothek...)
See ya!!

Freitag, 11. Juli 2008

...

Heute endlich die restlichen Bilder, ich musste das Hochladen beim letzten mal abbrechen.
Sind gerade auf dem weg 'nach unten" und befinden uns zur zeit in ingham (fuer alle die auf der Karte nachschauen...;)

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